18 MaiImmobilienmarkt von Corona unbeeindruckt


Keine Auswirkungen auf Miet- und Kaufpreise erkennbar

„Die Immobilienblase platzt demnächst“- eine Prophezeiung, die uns von verschiedenen Finanzexperten seit Jahren immer wieder um die Ohren fliegt. Die Realität beweist das Gegenteil. Der deutsche Immobilienmarkt scheint unverwundbar. Nicht einmal die aktuelle Corona-Pandemie, die die Wirtschaft weltweit in die Knie zwingt, kann ihm etwas anhaben. Denn die Preise für Mieten und Wohneigentum bleiben trotz Krise bisher stabil und auf konstantem Niveau. Auch der Bau von neuem Wohnraum geht munter weiter.

Nachfrage nach Immobilien nur kurz pausiert

Wohnraum ist eben kein Thema, das sich beiseiteschieben lässt. Er wird nun einmal von jedem benötigt, selbst wenn eine Pandemie das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben beherrscht. Daher ist es auch kein Wunder, dass die Nachfrage nach Immobilien nur kurzzeitig im Schock-Moment nachgelassen hat: Kontaktverbot, Ausgangssperre, Kurzarbeit, Kündigungen und Arbeitslosigkeit – eine solche Situation war noch nie da und muss erst einmal verdaut werden. Zudem wussten viele nicht, wie sich die Lage für sie aus finanzieller Sicht entwickeln würde.

Viele erkennen jetzt: Wohlfühl-Zuhause ist Gold wert

Mittlerweile sind ein paar Wochen vergangen. Corona beherrscht zwar nach wir vor den Alltag, aber der Großteil der Menschen hat sich an die neue Situation gewöhnt. Auch wenn Sorgen und Zukunftsängste in mancher Nacht noch den Schlaf rauben: Der Kopf der meisten Menschen ist wieder soweit frei, um sich Gedanken über Themen außerhalb von Corona zu machen.

Wer vor Corona schon auf Immobiliensuche war, ist es jetzt nach dieser kurzen Pause in vielen Fällen auch wieder. Und wer sich schon vor Corona nicht mehr ganz wohl in seinem Zuhause gefühlt hat, der stellt das jetzt, wo wir alle so viel Zeit daheim verbringen müssen, noch deutlicher fest.

So konnten beispielsweise die beiden großen Immobilienportale Immobilienscout24 und Immowelt laut eigenen Angaben nur einen kurzen Einbruch in der Nachfrage nach Immobilien feststellen.

Corona kein Grund für sinkende Immobilienpreise

Die Schock-Starre unter Immobilienkäufern und -mietern dauerte also nur wenige Wochen an – sofern man überhaupt von einem Stillstand sprechen kann. Der Zeitraum war eindeutig zu kurz, um die Preise auf dem Immobilienmarkt zu beeinflussen. Zudem hat sich an der Wohnmarkt-Situation durch Corona nichts geändert. Die Nachfrage nach Wohnraum ist weiterhin deutlich höher als das Angebot. Rein aus wirtschaftlicher Sicht gibt es also keinen Grund für Vermieter und Verkäufer, die Preise zu senken.

Speziell in der Baubranche gilt außerdem: Die Gesamtkosten, die pro Quadratmeter anfallen, setzen sich aus vielen Faktoren wie Material und Arbeitsleistung zusammen. Corona ändert daran nichts. Handwerker und Baufirmen verlangen wegen Corona nicht weniger für ihre Arbeiten. Grundstücke sind weiterhin begehrte Mangelware und entsprechend wertvoll.

Demnach ist es nur logisch, dass die Immobilienpreise durch Covid-19 nicht sinken. Wahrscheinlicher wäre sogar, dass die Preise weiter steigen, so wie es bereits während verschiedener Krisen der vergangenen Jahrzehnte der Fall war. Außerdem haben die Menschen durch den bundesweiten Hausarrest den Wert eines gemütlichen Zuhauses erkannt, wissen ihn nun noch mehr zu schätzen und sind bereit, dafür zu zahlen.

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