09 FebBauleitung: Mit kühlem Kopf und starken Nerven


Johannes Martin im Interview

Ausgeprägtes Zeitmanagement, technisches Knowhow und enorme Menschenkenntnis sind gefragt, wenn es um die Bauleitung geht. Die Bauleitung koordiniert die einzelnen Gewerke und sonstigen beteiligten und sorgt für einen reibungslosen Bauablauf und die ordnungsgemäße Ausführung der Arbeiten. Ein Bauleiter sorgt zudem für einen zügigen Bauablauf. Der Vorteil für den Bauherrn: Er spart sich mehrere Monate Doppelbelastungen für parallel zu zahlende Miete und Zinsen. Ebenso nehmen Bauleiter dem Bauherrn Fachgespräche mit den Handwerkern ab und fungieren demnach als Mittelsmann zwischen Bauherr und Handwerker.

Johannes Martin ist seit über zwei Jahren bei der Firma Schultheiß Projektentwicklung AG in Nürnberg tätig. Er betreut als Bauleiter eigenständig zwei bis drei Bauprojekte gleichzeitig. Wir, die Schultheiß Projektentwicklung AG, haben mit ihm über seinen sehr vielschichtigen und abwechslungsreichen Beruf gesprochen, der starke Nerven und Flexibilität erfordert.

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Was genau ist Deine Aufgabe als Bauleiter?

Johannes Martin: Wie es der Name verrät: Als Bauleiter leite ich einen Bau. Im Großen und Ganzen habe ich zwei Hauptaufgaben: den Zeitplan koordinieren und die Qualität kontrollieren.

Was den Zeitplan angeht, takten wir Bauleiter die verschiedenen Handwerker und Firmen ein. Jeder von ihnen muss seinen eigenen Zeitplan einhalten, da sonst möglicherweise der nächste Handwerker mit seinen Arbeiten nicht anfangen kann. Dadurch würde sich der gesamte Zeitplan verschieben und die Haus- oder Wohnungsübergabe verzögern. Zusätzlich müssen wir die technischen Ausführungen der Handwerker und Baufirmen kontrollieren und darauf achten, dass alles fachgerecht gebaut wird und es zu keinen Mängeln kommt.

 

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Dir aus?

Johannes Martin: Morgens mach ich meinen regelmäßigen Gang zur Baustelle. Ich prüfe, ob die Firmen, die für den jeweiligen Tag eingeplant sind, mit genügend Mitarbeitern vor Ort sind. Es gibt ja, wie schon gesagt, einen Zeitplan einzuhalten. Ich kontrolliere dann direkt die Arbeiten des Vortags – falls hier nachgearbeitet oder verbessert werden muss, koordiniere ich den verantwortlichen Handwerker. Danach geht’s ins Büro: E-Mails beantworten, Rechnungen prüfen und freigeben und Termine vereinbaren. In solchen Terminen bespreche ich mich beispielsweise mit anderen Abteilungen. Zum Beispiel, wenn Kunden Sonderwünsche bei der Ausstattung ihrer Immobilie haben, dann ist unser Interior Design Team aus dem Nürnberger Bauzentrum gefragt, mit dem ich mich entsprechend abstimme. Manchmal geht es in unseren Terminen aber auch um Details am Bau selbst, dann unterstützen mich die Kollegen aus der Planung.

 

Bist Du zufrieden mit Deiner Berufswahl?

Johannes Martin: Absolut. Für mich muss ein Beruf in erster Linie Spaß machen. Auch wenn man in diesem Beruf oft starke Nerven braucht, könnte ich mir für mich keine andere Tätigkeit vorstellen. Ich würde mich heute wieder für diesen Beruf entscheiden.

 

Inwiefern braucht man starke Nerven als Bauleiter?

Johannes Martin: Es gibt eine Menge zu organisieren. Nichts darf unter den Tisch fallen. Vergesse ich heute etwas, bekomme ich dafür morgen die Quittung doppelt und dreifach zurück. Die To-Do-Liste ist schon lang, wenn alles nach Plan läuft. Aber am Bau ist das selten der Fall. An manchen Tagen kommen gefühlt mehr Probleme als Lösungen. Dann heißt es: kurz durchschnaufen, sammeln, priorisieren und weiter geht’s.

 

Was gefällt Dir an Deinem Job am besten?

Johannes Martin: Die Abwechslung zwischen Baustelle und Büro. Im Auto habe ich immer mindestens zwei Paar Schuhe dabei. Je nach Wetter Arbeitsschuhe oder Gummistiefel für die Baustelle – da kann es gerade bei schlechtem Wetter wirklich matschig werden. Und natürlich bürotaugliche Schuhe.

Wir erschaffen hier nicht nur Wohnungen oder Häuser, sondern für viele Menschen ein Zuhause. Ob von der Planung über die Bauphase und den Innenausbau bis zur Abnahme: Als Bauleiter sind wir von Anfang bis Ende dabei. Wir sehen das Haus zum ersten Mal als Zeichnung auf dem Tisch unserer Architekten und übergeben es am Ende vor Ort schlüsselfertig an die neuen Eigentümer. Die Zeit dazwischen fordert uns des Öfteren heraus, aber das Ergebnis ist es immer wieder wert.

 

Was meinst du damit, die Zeit dazwischen fordert euch heraus?

Johannes Martin: Hier bei Schultheiß bauen wir nicht von der Stange. Jedes Bauprojekt ist individuell und damit bekommen wir es immer wieder mit völlig verschiedenen Problemen oder Schwierigkeiten zu tun, die es zum Beispiel bei früheren Projekten nicht gab. Es bedeutet nicht selten, reichlich Arbeit, die beste Lösung zu finden. Aber dadurch wird es nie langweilig. Jedes Bauvorhaben fordert uns heraus und genau das macht meinen Job so interessant.

 

Was macht einen guten Bauleiter also aus?

Johannes Martin: Ein Bauleiter muss selbst im Chaos den Überblick behalten und lösungsorientiert denken. Er darf sich von unvorhergesehenen Schwierigkeiten nicht aus der Ruhe bringen lassen und sollte flexibel darauf reagieren können. Außerdem braucht er unbedingt Durchsetzungsvermögen gegenüber den Handwerkern. Es gibt schließlich einen Zeitplan einzuhalten und der kann durch eine einzige Firma gehörig durcheinanderkommen. Es ist ja unsere Aufgabe, dass genau DAS nicht passiert.

 

Überblick behalten und sich durchsetzen können – wächst man da denn rein?

Johannes Martin: Die charakterlichen Eigenschaften dafür sollte man schon im Ansatz mitbringen, aber als Berufseinsteiger wächst man mit seinen Aufgaben. Hier bei Schultheiß wird man allerdings nicht wie ein Schulkind an die Hand genommen. Wir Bauleiter bekommt viele Freiräume, um die Baustelle auf unsere eigene Weise zu führen. Solange natürlich das Ergebnis stimmt. Wer Hilfe und Unterstützung braucht, bekommt sie und kann sich jederzeit an die erfahrenen Kollegen und Vorgesetzten wenden. Niemand wird alleingelassen.

 

Warum hast Du Dich damals für die Schultheiß Projektentwicklung AG entschieden?

Johannes Martin: Nürnberger kennen die Schultheiß Projektentwicklung AG – immer wieder sieht man irgendwo in der Region ein Auto aus der Firmenflotte rumflitzen. Der Name ist einfach bekannt und hat einen guten Ruf, man verbindet damit Qualität und Präsenz in der Metropolregion. Ausschlaggebend für mich war aber die Arbeitssicherheit für Mitarbeiter hier. Der Firma geht es gut, das Gehalt stimmt. Wir bekommen außerdem jeden Tag kostenloses Mittagessen im hauseigenen Restaurant. Zur Firmengruppe gehört außerdem noch eine Praxis für Physiotherapie, wo Mitarbeiter kostenlose Massagen bekommen. Im Gesamten hat die Schultheiß Projektentwicklung AG gegenüber der Konkurrenz einfach einen gewaltigen Vorsprung.

 

Hast Du ein Lebensmotto?

Johannes Martin: Humor ist der Knopf – er verhindert, dass uns der Kragen platzt. Dürft ihr das so überhaupt schreiben? 🙂

 

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